Drunt in der Lobau
Drunt in der Lobau

Drunt in der Lobau


Drunt in der Lobau - Heinrich Strecker

Drunt' in der Lobau…
 Wo die Donau mit silbernen Armen umschlingt
's letzte Stückerl vom träumenden Wien,
Wo die Einsamkeit winkt,
Wo die Nachtigall singt,
Und das Heimchen noch nistet im Grün;
Dort lacht das Glück aus tausend Zweigen,
Dort ist der Blütenduft so eigen
Am stillen Waldrand,
Wo ich mein Liebchen fand:

Refrain:
Drunt' in der Lobau, wenn ich das Platzerl nur wüßt,
Drunt' in der Lobau hab ich ein Mädel geküßt;
Ihre Augerln war'n so blau
Als wie die Veigerln in der Au
Auf dem wunderlieben Platzerl in der Lobau!

Und die Stunden vergingen, wir saßen beim Teich,
Und wir hatten einander so lieb.
Und die Vöglein, sie zwitscherten alle zugleich
Uns ihr Lied, daß es immer so blieb'.
Wir träumten unser schönstes Märchen,
Wir waren ein verzaubertes Pärchen,
Das in der Traumwelt
Sich fest umschlungen hält:

Refrain:
Drunt' in der Lobau, wenn ich das Platzerl nur wüßt,
Drunt' in der Lobau hab ich ein Mädel geküßt;
Ihre Augerln war'n so blau
Als wie die Veigerln in der Au
Auf dem wunderlieben Platzerl in der Lobau!

Doch es kam dann ein Tag,
Und ich ging durch den Hag
So wie einst, als die Welt noch so schön,
Hörte nicht aus den Zweigen der Nachtigall Schlag,
Konnt die Blümlein am Weg nicht mehr sehn.
In meinen Herzen brannt' ein Sehnen,
Aus meinen Augen fielen Tränen,
Am stillen Wegesrand,
Wo eins mein Liebchen stand:

Refrain:
Drunt' in der Lobau, wenn ich das Platzerl nur wüßt,
Drunt' in der Lobau hab ich ein Mädel geküßt;
Ihre Augerln war'n so blau
Als wie die Veigerln in der Au
Auf dem wunderlieben Platzerl in der Lobau!